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 Der Musikraum

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BeitragThema: Der Musikraum   Sa März 31, 2012 12:37 am

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Aurora Evergreen

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Mo Apr 30, 2012 11:21 am

cf: See

Aurora wusste nicht recht, was sie von Lycan halten sollte. Er wirkte recht eingebildet und grob. Wie ein Klotz, dem die Gefühle anderer vollkommen egal waren. Leise seufzte sie, während sie den Kiesweg entlang ging, die Schule betrat und die Treppe zu den Klassenräumen hochging. Aurora fand es gut, dass die Räumlichkeiten selbst am Wochenende auf waren und sie so getrost ein wenig am Klavier spielen konnte. Was für einen die Kunst war, war für sie die Musik, das Klavierspielen. Erst durch Babette hatte sie die Liebe zur Musik entdeckt. Zwar hatte sie auch vorher gesungen, jedoch noch kein Instrument gespielt. Einmal hatte Betty sogar gemeint, sie wäre talentiert und müsse nur weiterüben. Mit einem Lächeln hatte sie dieses Kompliment angenommen.
Nachdenklich ging sie durch den Raum, nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte und nahm ein Buch aus dem Bücherregal mit Noten. Sie wollte ein neues Lied lernen. Ein schönes, langsames. Auf Seite 14 fand sie ein geeignetes, stellte es auf die Ablage oben und setzte sich auf den roten Hocker. Vorsichtig strich sie über die Tasten und wollte sich zuerst einspielen, bevor sie ein neues Klavierstück lernte. Deshalb spielte sie zuerst für Elise. Schnell und doch zugleich eleganz flogen ihre Finger über die schwarzen und weißen Tasten. Der ganze Raum wurde von der herrlichen Melodie erfüllt und Aurora schloss die Augen, fühlte sich vollkommen mit der Musik, der Melodie verbunden.

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Caleb Ryans

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Fr Mai 04, 2012 12:43 am

{ f i r s t . POST }

a u r o r a . EVERGREEN & CALEB . r y a n s


Caleb war nie ein besonders guter Musiker gewesen, um nicht zu sagen, dass er für den Umgang mit einem Instrument einfach viel zu grob war und nicht das nötige Gefühl dafür mit brachte, aber er hatte die Musik immer geliebt und seit er auf diese Schule ging war es für ihn eine art Ritual geworden am Wochenende durch die Gänge des Schulgebäudes zu schleichen um dort die zu belauschen, die sich unbeobachtet fühlten.
Schon oft hatte er dabei Schüler gesehen, die im Unterricht oder Alltag kaum auffallen, aber wunderbare Musik mit ihren Instrumenten gemacht haben die ihn immer irgendwie beruhigt und manchmal sogar tief in seinem Inneren etwas bewegten. Das waren seine Lieblingsstücke.
Auch heute war er wieder auf dem Weg zum Musikraum gewesen und hatte kurz zuvor ein Mädchen gesehen, welches darin verschwunden war.
Caleb kannte viele Gesichter auf dieser Schule, mit manchen hatte er auch schon geredet, aber noch längst nicht von allen konnte er sich auch den Namen merken, so wie bei diesem Mädchen, allerdings war er sich sicher, dass er sie schon einmal gesehen hatte.
Wie immer schlich er sich herein, als das Mädchen bereits zu spielen begonnen hatte. Beim Klavier spielen kehrte sie ihm den Rücken zu, so das Caleb gar nicht hätte auffallen können.
Schweigend ließ er sich als auf einem der zahlreichen Stühle nieder und betrachtete das lange rote Haar, welches dem Mädchen wallend über die Schultern fiel, bevor er die Augen schloss und die Töne des Liedes einfach auf sich nieder prasseln ließ. Sie spielte flott, ein bisschen schneller als er das Lied gewohnt war, aber es gefiel ihm und es war flüssig, ohne störende unterbechungen. Wie ein prasselnder Regen der versuchte durch seine Haut zu dringen und seine Seele zu berühren.
Genau das war die Magie, welche er an der Musik liebte und sie war so... zeitlos... Die Zeit konnte ihr einfach nichts anhaben, sie lebte immer weiter, auch wenn sie im Ohr schon längst verklungen war.
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Aurora Evergreen

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Fr Mai 04, 2012 1:38 am

Aurora spielte für ihr Leben gerne Klavier, dank Babette.Vielleicht würde sie dies später als Nebenberuf ausüben. Pianistin. Schnell flogen ihre Hände über die schwarzen und weißen Tasten, machten eine Melodie, die den ganzen Raum mit ihrem Klang erfüllten. Das Lied war so einfach und trotzdem schön. Dann verstummten die Töne und leise seufzte die Rothaarige, bevor sie die Blätter nahm, beiseite legte und die anderen auf das Klavier legte, um ein neues Lied zu lernen. Nachdenklich betrachtete sie die Noten. Betty hatte ihr wirklich viele beigebracht und Aurora hatte das Wissen, wie ein trockener Schwamm aufgesogen, der nun mit Wasser in Berührung kam. Während sie die Noten las, ertönten leise Klänge. Immer und immer wieder wiederholte sie eine Stelle bis sie sie richtig gut beherrschte. Doch etwas störte sie die. Es war als spürte sie eine weitere Präsenz in diesem Raum. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihr breit. Vielleicht sollte ich mich mal im Raum umschauen, auch wenn das wahrscheinlich unnötig ist. Und als sich das Mädchen umdrehte, erschrack sie heftig und wäre beinahe vom Hocker gefallen. Tatsächlich hatte ihr Gefühl sie nicht belogen, wie so oft. Ein dunkelhaariger Junge mit einem recht kantigen Gesicht schien wohl vor einiger Zeit den Raum betreten zu haben. Er saß da und beobachtete sie auf eine sehr unangenehme Weise. "Wie lange bist du schon in diesem Raum?" fragte sie ihn barsch und drehte sich auf dem Hocker zu ihm um. Eigentlich kannte sie die Antwort bereits. Viel zu lange. Er hatte sie belauscht. Sie ihrer Freiheit beraubt. Okay, sie dramatisierte das ganze wahrscheinlich. Aber immer wenn sie spielte, war es so, als könne man in ihre Seele lesen. Denn dann ließ sie sich immer gehen. Erst zwei Menschen hatten sie beim Klavierspielen beobachten können. Betty und Levin. Und nun tauchte dieser ... dieser Junge auf und blickte einfach so in ihr Inneres. Das verstörte sie. Misstrauisch musterte ihn und glaubte, ihm schon öfters begegnet zu sein. Sicherlich hatte sie ihn bereits im Unterricht gesehen oder auf dem Schulhof oder so.

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Caleb Ryans

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Fr Mai 04, 2012 3:27 am

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Caleb lauschte bis die Töne verstummten und ein rascheln ertönte, nun wagte er es wieder die Augen zu öffnen, der Zaube von eben war nun eh wieder gebrochen. Wie immer stellte er fest, das ein leichtes ziehen zu spüren war, als er die übliche Maske wieder aufsetzte und seine Seele verschloss, es war als wenn sie um Freiheit bettelte, die er ihr nicht gönnen wollte, aber es war einfach zu gefährlich für eine so zarte Seele, deswegen entwickelte man einen Schutz um sie nicht zu gefährden oder zu zerbrechen.
Caleb beobachtete das Mädchen, wie sie nach einem neuen Stück suchte, dieses kannte er nicht, jedenfalls nicht den Teil, den sie spielte. Sie schien wirklich sehr begabt im Klavier spielen zu sein, etwas um das Caleb sie ein wenig beneidete, er hätte auch gerne einen Weg sich so auszudrücken.
Gut, vielleicht hatte er einen Weg sich auszudrücken, immerhin war er ein Kämpfer und dazu nicht einmal ein schlechter, eigentlich konnte er schon von sich behaupten zu den besseren zu gehören, aber was war das schon im vergleich zu diesem seltsamen Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit?
Als sie sich umdrehte fühlte Caleb sich ertappt und ein wenig schämte er sich sogar, auch wenn er das nie zugeben würde. Bisher hatte man ihn nie erwischt, bisher war er aber auch nie so dumm gewesen und hatte sich dort hin gesetzt wo man ihn sofort sehen konnte, was war nur mit ihm los?
"Du spielst gut.", sagte er dann, ohne auch nur ein Stück seiner Miene zu verziehen. Während andere gelächelt hätten wirkten Calebs Züge wie in Stein gehauen.
"Ich hab dich hier noch nie spielen sehen.", sagte er dann und eine Denkfalte erschien auf seinem Gesicht, eine erste Regung, immerhin.
"Wie heißt du?", fragte er dann offen heraus und blickte das Mädchen an. Caleb hatte es noch nie wirklich mit Namen gehabt, aber auch nach längerem nachdenken kam er zu dem Entschluss ihren Namen noch nie gehört zu haben. Aber gesehen hatte er sie schon oft, da war er sich sicher.


Zuletzt von Caleb Ryans am Sa Mai 05, 2012 5:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Fr Mai 04, 2012 4:54 am

Warum war er hier? Was wollte er von ihr? War er ein Mordo Fea? Warum hatte er sie beim Spielen beobachtet? Und warum wirkte er so, als hätte er keine Gefühle? Wie Stein war sein Gesichtsausdruck. Nur seine Augen bewegten sich ab und an mal sowie seine Lippen, wenn er sprach. Es machte ihr Angst, dass er keine Gefühle zeigte. Scheinbar war er nicht so emotional. Im Gegensatz zu ihr, die selbst dann Gefühle zeigte, wenn sie es nicht wollte. Wenn sie versuchte, diese zu zeigen. In dem Punkt war Aurora wie ein offenes Buch, aus dem man ohne weiteres so lesen konnte.
Aurora reagierte nicht auf sein sicherlich nett gemeintes Kompliment. Aus Komplimenten machte sie sich nichts mehr. Das waren nur Worte. Nichts als Worte. Die Rothaarige würde es nie wieder zulassen, dass solche Worte Macht über sie hatten. Nie wieder! Und bei ihm wirkten die Worte ohnehin nicht glaubhaft, so wie er sie anstarrte. Keine Miene verzog er. Nicht ein bisschen. Kein leichtes Zucken seiner Mundwinkel. Als sei er eine Maschine. Natürlich war er keine. "Und ich habe noch nie jemanden gesehen, der so gut seine Gefühle verstecken kann." erwiderte sie monoton und verschrenkte ihre Arme vor ihrem Oberkörper. Wie immer wirkte diese Haltung beinahe trotzig. Wie ein kleines Kind, dass nicht das bekam, was es wollte. Wenigstens zeigte er eine erste Regung. "Wie wäre es, wenn du dich zuerst vorstellst. Schließlich hast du mich mit deiner Anwesenheit überfallen und ich bin mir ganz sicher, dass niemand in dem Raum war, als ich ihn betreten habe." erwiderte das Mädchen kühl. Zum Spielen würde sie jetzt gewiss nicht mehr kommen. Aus diesem Grund drehte sie sich um und packte die Zettel mit dem Klavierstück zusammen, welches sie eigentlich lernen wollte.

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Sa Mai 05, 2012 5:13 am

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Caleb war nicht erstaunt darüber, dass sie etwas trotzig reagierte, es kam selten vor, dass jemand einfach so drauf los plauderte, wenn man grade überrascht worden war. Auch der leichte ärger in ihrer Stimme war nicht zu überhören, so wie ein leichter hauch von Angst der ihre Stimme leicht zittern ließ, nicht auffällig, aber wenn man sich länger mit den Menschen auseinander gesetzt hatte, dann bemerkte man solche Sachen einfach, vor allem wenn man sich längere Zeit auf eine einzige Person konzentrierte, was in diesem Fall nicht besonders schwer war.
Ihre trotzige Art und der folgende Satz über das verstecken seiner Gefühle belustigte Caleb sogar ein wenig und endlich schenkte er ihr ein ehrliches Grinsen, scheinbar mochte sie es nicht so gerne wenn man nichts zeigte, sie war wohl selbst eher schlecht darin zu verbergen was in ihr vorging. Andere Menschen störte es meistens nicht, wenn Caleb seine schlechten Phasen dabei hatte, in denen er einfach nichts zeigte. Dies waren die Zeiten, in denen er es meistens nicht einmal schaffte wie der freundliche junge Mann rüber zu kommen, der allen half einen Platz an dieser Schule zu finden.
"Caleb Ryans ist mein Name. Und jetzt möchte ich gerne deinen Wissen.", sagte er dann und lehnte sich bequem in seinem Stuhl zurück. Das sie ihre Notenblätter zusammen packte störte ihn ein wenig, er hatte grade angefangen sind wieder etwas zu fangen und zu beruhigen.
"Tut mir leid das ich dich überrascht habe. Willst du nicht weiter spielen?", fragte er dann und betrachtete das Notenheft in ihrer Hand. Sicherlich waren darin noch hunderte von Noten und Tönen die klingen wollten, aber das Mädchen würde sicher nicht noch einmal Spielen, jedenfalls nicht mehr für ihn.
Caleb seufzte leise und nutzte Seine Zeitmagie um die Töne ein letztes Mal erklingen zu lassen, die das Mädchen zuvor gespielt hatte. Es war nicht einfach, weil er sie dabei nicht beeinflussen wollte, er wollte lediglich die Luft ein weiteres mal zu schwingen bringen und tatsächlich gelang es ihm. Wie durch Zauberei ließ er das Lied noch einmal spielen und war zufrieden.
"Doch, du spielst wirklich gut. Ein bisschen schneller, als ich das Lied kenne, aber Lückenlos.", sagte er dann und grinste erneut.
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BeitragThema: Re: Der Musikraum   Sa Mai 05, 2012 5:45 am

Konnte er nicht endlich verschwinden? Es nervte sie, dass er hier war und sie nicht ihre wohl verdiente Ruhe bekam. Er nervte sie. Er machte sie rasend, weil er in ihre Seele hatte schauen können. Denn wann immer sie spielte, offenbarte sie ihre Gefühle. Aurora war alles andere als ruhig. Aufgebracht und wütend beschrieben ihre Gefühle momentan am besten. Gut, dass Ilyas ihr ihre Gabe genommen beziehungsweise in ihr gebunden hatte. So würde sie ihn wenigstens nicht verletzen können. Bleib ruhig, Aurora. Eigentlich hat er dir ja nichts getan. Kein Grund, gleich auszuflippen., ermahnte sie sich in Gedanken und atmete unauffällig ein paar Mal ruhig ein und aus. Da ging es ihr doch schon etwas besser und ihr Herzschlag beruhigte sich.
Was grinste er jetzt eigentlich so dämlich? Warum provozierte er sie so? Warum ließ sie sich überhaupt wegen solchen Kleinigkeiten provozieren? Vielleicht lag das am Schlafmangel. Denn in den letzten Tagen hatte sie alles andere als gut schlafen können. Besonders letzte Nacht. Ein Wunder, dass sie überhaupt ins Traumreich gesunken war. Caleb hieß er also, und beinahe hätte sie bitter aufgelacht. Aurora konnte sich noch gut an den Lehrer erinnern, der Caleb hieß und dieser gehörte zu den Mordo Fea. Wo er sich wohl jetzt rumtrieb? Aurora wusste es nicht und wollte es auch gar nicht wissen. „Aurora Evergreen.“ Nannte sie ihren und musterte ihn misstrauisch aus leicht zusammen gekniffenen Augen.
Er entschuldigte sich dafür, dass er sie überrascht hatte. Das beruhigte ihr Gemüt wieder etwas und sie zuckte nur mit den Schultern. „Ich spiele nur für mich. Nicht für andere.“erklärte sie ihm nüchtern und erhob sich, um die Notenblätter wieder in den Schrank zu räumen. Dies tat sie auch. Mitten in ihrer Bewegung hielt sie inne als seichte, schnelle Töne den Raum erfüllten. Überrascht blickte sie sich um. Das war doch das Lied, was sie eben gespielt hatte. „Wie … hast du das gemacht?“fragte sie ihn, schaute ihn erstaunt an und lehnte sich gegen den Schrank.

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   So Mai 06, 2012 12:18 am

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"Zeit.", war alles was Caleb darauf erwiederte und mit den Schultern zuckte, als wenn es das normalste auf der Welt war. Für ihn war es das jedenfalls. Caleb konnte Dinge so oft geschehen lassen wie es ihm lieb war, er konnte Dinge in Sekunden altern und zerfallen lassen und er konnte Dinge wieder herstellen die von der Zeit mitgenommen waren oder die zerstört wurden, ohne dass die Handlung sich wiederholte.
Es hatte ihm Jahre gekostet diese Fähigkeit richtig zu kontrollieren und es war nicht immer einfach, wenn man der einzige war, der eine solche Gabe besaß in seiner Familie. Nur hartes Training für inneres Gleichgewicht und Konzentration hatten ihm geholfen diese Fähigkeit richtig nutzen zu können. Große Gefühlsausbrüche konnten sie auch tödlich machen, aber er würde es nicht zu lassen, dass es eines Tages so weit kommen würde.
Caleb wusste nicht, warum dieses Mädchen so eine furchtbare Ablehnung gegen ihn hegen zu schien, klar es war nicht immer freundlich einfach überall rein zu platzen und vermutlich wären die wenigsten bgeistert davon, wenn sie wüssten das Caleb sich hier öfter herum trieb um andere beim Musik machen zu belauschen.
"Du magst scheinbar kein Lob, habe ich recht?", sagte er dann und ließ die Musik wieder verklingen, genug gezaubert.
Anderen Menschen wäre vermutlich ein hauch von Schamesröte ins Gesicht gestiegen, auch wenn sie es abgestritten hätten, oder nicht weiter drauf eingegangen wären, bei ihr allerdings kam es ihm so vor, als wenn sie sich persönlich durch sein Lob beleidigt gefühlt hätte.
"Es tut mir leid wenn ich manchmal nicht so ehrlich wirke wie ich es meine, ich hab auch manchmal meine Probleme mich mit anderen zu verständigen.", sagte er dann nur und stand von seinem Stuhl auf, wenn sie gehen würde wäre es Zeitverschwendung hier sitzen zu bleiben, denn auch wenn Caleb Dinge altern lassen konnte, so war er nicht von den Zähnen der Zeit verschont. Er wurde auch mit jedem Tag älter, auch wenn seine besondere Abstammung dies natürlich nicht verriet, aber so war das nun mal, man war nicht sicher vor den Gesetzen der Natur, sie hatten sich an keine Regeln zu halten und sie brachen jeden Zauber wenn sie wollten.
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BeitragThema: Re: Der Musikraum   So Mai 06, 2012 12:35 am

Zeit …, war alles war er sagte. Super, das brachte ihr jetzt aber fiel. „Definiere mir Zeit. Was kannst du alles damit anstellen? Kannst du sie anhalten oder beschleunigen?“ Nun hatte er tatsächlich ihre Neugierde geweckt. Vielleicht konnte er ja … Nein, sowas würde sie nicht von ihm verlangen. Von niemanden. Man sollte weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft herum fuschen. Die Gabe der Zeit zu haben, das war sicherlich ein schweres Los. Schwer kontrollierbar. Wie ihre. Und unwillkürlich empfand sie Mitleid für den armen Jungen. Aurora stieß sich von der Wand ab, nachdem sie sich dort eine Weile angelehnt hatte, und setzte sich wieder auf den kleinen, runden Hocker, der vor dem Klavier stand. „Ich mache mir nur nichts aus Worten. Es sind nur wahllos aneinander gereihte Buchstaben, die einen Sinn ergeben.“ Ich werde mich nie wieder so sehr von Worten beeinflussen lassen. Weder von Spott noch von Lob. Als er sich erhob, blickte Aurora ihn erstaunt an. „Ich wollte dich nicht verjagen. Auch ich habe meine Probleme mich mit anderen zu verständigen. Manchmal kann ich … ganz schön unfreundlich sein, wenn ich die Menschen nicht so einschätzen kann.“ meinte sie und ihre Mundwinkel hoben sich in die Höhe. „Du magst die Musik, nicht wahr? Denn sonst hättest du mich nicht heimlich belauscht. Wenn du möchtest, bringe ich dir ein einfaches Lied bei.“schlug das Mädchen ihm vor. „Du solltest nur einen Stuhl mitbringen. Denn auf meinem Hocker ist kein Platz mehr.“ Vielleicht sollte sie nicht immer so unfreundlich sein. Dabei hatte sie einfach nur Angst, jemanden an sich heranzulassen. Denn alle, mit denen sie etwas zu tun hatte, schienen zu verschwinden. Entweder indem sie getötet wurden oder sie auf eine andere Art und Weise verließen.

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BeitragThema: Re: Der Musikraum   So Mai 06, 2012 4:55 am

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Caleb war etwas erstaunt über den Plötzlichen wechsel in dieser Unterhaltung, aber sie hatte Recht, auch wenn Worte nicht immer nur etwas sinnlos aneinander gereihtes waren.
"Worte sind immer nur das, was wir damit erreichen wollen. Sie sind weder sinnlos, noch kann man sie verurteilen, es sind die Menschen, die Worte wertlos machen.", sagte er dann milde und nahm sich einen Stuhl um sich neben Aurora zu setzen.
Klar, er war nicht sonderlich Talentiert, aber es würde sicher Spaß machen wenigstens etwas einfaches zu beherrschen, vielleicht würde er dann nicht immer nur zum lauschen her kommen.
"Ich kann eigentlich vorwiegend Dinge beeinflussen, Menschen durch Zeit zu beeinflussen ist schwer. Hauptsächlich kann ich Gegenstände altern lassen, oder aber Dinge die zerstört wurden wieder aufbauen, ohne dass die Gesamte Handlung sich wiederholt.
Viele meinen das man mit der Gabe der Zeit auch Leben bringen kann, aber über das Leben haben wir nicht zu entscheiden, genau so wenig wie über den Tod, aber wenn ich wollte könnte ich Menschen mit dieser Gabe töten, allerdings ist dazu wesentlich mehr Kraft nötigt...", sagte er dann und war zuegegeben nicht immer glücklich über diese Gabe. Sie war etwas besonderes und sicher nicht in jeder Hand etwas gutes, aber trotzdem war sie gefährlich und verlockend.
"Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du mir etwas beibringen würdest, ich bin aber nicht sonderlich talentiert, deswegen hoffe ich, dass du ein wenig Geduld für mich übrig hast.", sagte er dann, bevor er sich geschmeidig neben ihr auf den Stuhl sinken ließ. Seine Augen hatten bereits die Tasten des Klaviers fixiert, als wenn er nur darauf wartete, dass Aurora mit der ersten Lektion begann.
Was ihre Gabe wohl war?
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BeitragThema: Re: Der Musikraum   So Mai 06, 2012 5:10 am

Aurora dachte über seine Worte nach. „Da magst du recht haben. Dennoch sind Lobe für mich nichts weiter als Worte. In meinen Augen sagen Taten viel mehr.“ Wie sagte man doch so schön: Taten sagten mehr als tausend Worte. Tatsächlich nahm er sich einen Stuhl und setzte sich neben sie. Einige einfache Klavierstücke konnte sie aus dem Kopf. Das waren wirklich ganz einfache. Alle meine Entchen, zum Beispiel. Neugierig hörte sie ihm zu und schaute ihn an, während er sprach. „Du hast eine ausgesprochen interessante Fähigkeit.“meinte sie ehrlich und blickte dann auf die zahlreichen weißen und schwarzen Tasten. „Das heißt, du könntest einfach einen Apfel verschrumpeln lassen beziehungsweise einen Menschen so schnell altern lassen, dass er stirbt?“fragte sie ihn und blickte abermals zu ihm hoch, wobei seine plötzliche Nähe ihr dennoch nicht behagte.
Leicht schmunzelte Aurora. „Du wirst ja sehen, ob ich etwas Geduld für dich habe oder nicht. Und außerdem kann jeder es lernen und gut werden. Die einen brauchen nur etwas mehr Übung, die anderen eben etwas weniger. Ich bringe dir zuerst ein ganz einfaches Lied bei. Das spielst du mit der rechten Hand. Dazu brauchst du noch nicht deine linke. Es ist ein einfaches Kinderlied, was ‚Alle meine Entchen‘ heißt. Das kennst du sicherlich, oder?“ Fragend schaute sie ihn an. „Ich spiele es dir zuerst vor.“ Und mit den Worten setzte sie ihre rechte Hand auf die weißen und schwarzen Tasten und fing an, die kurze Melodie zu spielen und begleitend zu summen. „Wie du siehst, ganz einfach. Und nun bist du dran.“ Aurora erklärte ihm langsam, welche Tasten er dazu spielen musste und welche Noten das wären. Aurora liebte die Schönheit der Musik, der Klänge und der Noten. Dabei wurde sie immer zu einem anderen Menschen. Ruhiger, gelassener. Vergaß dabei sogar ihre Wut gegen die Mordo Fea und den tiefen Hass gegen sich selbst.

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