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 Die große Lichtung

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BeitragThema: Die große Lichtung   Fr Apr 06, 2012 7:52 am

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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Di Apr 17, 2012 11:21 am

Einstiegspost nach Zeitsprung

Cassy hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Sie beschleunigte ihre Schritte, darauf drängend, diesen Wald bald hinter sich zu lassen. Vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen die Schule zu verlassen...
Ach was!
Sie hätte ihnen nur Unheil gebracht, noch mehr Probleme und von denen hatten die Schüler wahrlich genug. Kopfschüttelnd ging sie weiter, erleichtert aufatmend, als sich das Baumdickicht vor ihr lichtete und eine große Lichtung preisgab. Sie trat aus den Schatten der Baumkronen hinaus ins Sonnenlicht und genoss die warmen Strahlen. In Momenten wie diesen war sie unendlich dankbar für ihre Fähigkeit, die es ihr ermöglichte weiterhin ohne Nachteile im Sonnenlicht zu wandeln. Wäre sie zu Dunkelheit verdammt...Es schauderte sie.
Das ungute Gefühl verfolgt zu werden kehrte zurück und verdrängte den kurzen Moment des Friedens.
Misstrauisch sah sie sich um. Wenn es Vampire waren, war sie im Vorteil, denn das Sonnenlicht würde sie schwächen.
Lange Zeit herrschte Stille, nur das Rauschen der Blätter und das Zwitschern der Vögel waren zu hören.
Langsam entspannte sich Cassy wieder- da raschelte es hinter ihr ihm Gebüsch. Sie fuhr herum und fand sich einem Mann gegenüber. Ein Mensch, realisierte sie überrascht und irritiert. Fragend legte sie den Kopf schief.
"Was machen Sie hier?", fragte sie, ein wenig argwöhnisch. Der Mann, dem Aussehen nach Anfang Dreißig, grinste sie auf sehr unangenehme und beunruhigende Art an. "Dich abholen, Süße."
Noch bevor Cassy verstehen konnte, was das bedeutete, fiel ein Schatten über sie. Erschrocken schrie sie auf und versuchte sich aus dem netzähnlichen Gebilde zu befreien. Der Mann, der hinzugekommen war lachte über ihre Befreiungsversuche nur. "Keine Chance. Sonderanfertigung, speziell für den Vampirfang", er zwinkerte ihr zu. Cassy starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an, ein fahler Geschmack breitete sich in ihrem Mund aus. "Hat er sie geschickt?", flüsterte sie. Die einzige Antwort war eine gehobene Augenbraue, als ob die Frage sich doch erübrigte.
Kurz sackte sie in sich zusammen, doch ihr Wille war noch nicht gebrochen. Sie wollte auf keinen Fall zurück zu Matthew! Zu diesem Monster!
Sie spürte, wie ihre Fangzähne hervortraten, ihre Augen dunkel wurden. Fauchend wand sie sich, versuchte das Netz zu zerreißen, die Männer zu erreichen.
Ohne Erfolg.
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Kieran Hunt

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Di Apr 17, 2012 11:48 am

Nachdem er eine ganze Weile mit Jillian am Waldrand gestanden und sich flüchtig "unterhalten" hatte, hatte er dennoch sehr schnell das Interesse an ihr verloren und war im dichteren Wald verschwunden.
Eine ganze Weile war er ziellos durch die Gegend gestreift, hin und wieder dachte er über verschiedene Dinge nach, lies sich allerdings meistens einfach von seinen Instinkten leiten.
Es war an einem Morgen, Sonntag, wenn er sich nicht irrte, und an vereinzelten Stellen brach das helle Sonnenlicht durch die Bäume und zwang Kieran, in einen schattigeren Bereich auszuweichen, doch er hatte es nicht eilig und so war ihm das relativ egal.
Nach einer ganzen Weile, in der er ereignislos durch den Wald gezogen war, blieb er stehen und atmete tief ein.
Er roch Menschen. Nicht weit entfernt. Männer, wenn er sich nicht irrte.
Und spürte noch etwas anderes. Eine Präsenz, die etwas Bekanntes und gleichzeitig Fremdes darstellte. Ein anderer Vampir.
Für einen kurzen Augenblick blitzen seine Augen schwarz auf und er nahm, eiliger als zuvor, seine Bewegung wieder auf und bewegte sich auf den Ort zu, an dem er die Männer vermutete.
Je näher er kam, desto mehr Details offenbarten sich ihm.
Sie waren zu zweit und seltsam aufgeregt. Angespannt, beinahe nervös, allerdings nicht in einem Maße, dass unmittelbare Bedrohung vermuten ließ. Als er an den Rand einer Lichtung kam bestätigten ihm seine Augen, was seine restlichen Sinne längst gewusst hatten.
Er knurrte leise in der Tiefe seiner Kehle, hielt sich jedoch zuerst im Dickicht der Bäume versteckt.
Mitten auf der Lichtung standen zwei Männer und eine Frau, eine Vampirin, die von einem seltsamen Konstrukt gefangen gehalten wurde, dass er schon oft genug gesehen hatte.
Kierans schwarze Augen fixierten den Mann, der mit dem Rücken zu ihm stand und er stieß ein leises Fauchen aus, bei dem seine Fangzähne nur zu gut zu sehen waren, bevor er sich seiner Fähigkeit bediente und die Lichtung von einem dunklen Schatten überzogen wurde, der sämtliches Sonnenlicht verdrängte.
Er kannte die Frau auf der Lichtung nicht, und auch die Männer die bei ihr waren waren ihm fremd, aber er besaß genug Zugehörigkeitsgefühl zu seiner eigenen Rasse um eine solche Situation nicht einfach ignorieren zu können.
Unmittelbar nachdem die Lichtung in Dunkelheit gehüllt war, sprang er aus seiner verborgenen Position hervor und war in Sekundenbruchteilen hinter dem einen Mann, hatte seinen Kopf fest in beiden Händen, und ihn in einen unnatürlichen Winkel gedreht, bis ein lautes Knirschen zu hören war, gefolgt von Kierans eigenem Fauchen, das sich jetzt an den einzigen verbleibenden Mann richtete.
Er war zwar den meisten anderen Vampiren körperlich unterlegen, aber seine Kraft reichte allemal um es mit einem Menschen aufzunehmen.
Seine schwarzen Augen fixierten sein Gegenüber, warteten auf einen Angriff oder darauf, dass er die Flucht ergriff - etwas, was Kieran sehr gelegen gekommen wäre.
Schließlich genoss er das Gefühl der Jagd und hatte trotzdem nur selten Gelegenheit, dieser nachzukommen.
Seine Lippen verzogen sich zu einem animalischen Grinsen.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Di Apr 17, 2012 10:38 pm

Plötzliche Dunkelheit verdrängte das gleißende Sonnenlicht auf der Lichtung. Cassy, deren Hände zerkratzt und blutig waren, wurde aus ihrer wütendenen, mittlerweile schon verzweifelten Rage gerissen. Verwirrt blickte sie sich um, versuchte etwas zu erkennen. Ein dunkler Schatten bewegte sich rasant auf einen der Männer zu, im nächsten Moment ertönte ein widerliches Knacken, als das Genick des Mannes brach.
Cassy sah wie er zu Boden fiel, leblos.
Sie hörte das triumphierende Fauchen der Kreatur. Ein Vampir?
Sene Präsenz fühlte sich merkwürdig vertraut an. So sehr sie ihre Rasse verabscheute- in diesem Moment hätte sie dankbarer nicht sein können für die Ankunft des Vampirs.
Sie zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass die Männer sie zu Matthew zurück gebracht hätten. Zurück in ihr Gefängnis, zurück in die Dunkelheit und Tyrannei.
Zu lange war sie bereits eine Gefangene gewesen, zu kurz hatte sie die süße Luft der Freiheit gekostet, um diese nun einfach wieder aufzugeben.
Mit seltsamer Genugtuung nahm sie den rasenden Herzschlag des verbleibenden Menschen wahr, roch seinen Angstschweiß.
Der Mann wich langsam zurück, offensichtlich mit der Situation überfordert.
Ihre Angreifer hatten wohl nicht damit gerechnet, einem anderen Vampir gegenüber zu stehen- und das wurde ihnen nun zum Verhängnis.
Äste brachen unter den schweren Stiefeln des Mannes, als er zu rennen begann, vor dem Vampir davon lief.
Beinahe hätte sie gelacht, so makaber es wäre, wusste sie doch, wie sinnlos es war vor einem Vampir davon zu laufen. Selbst sie, die die Kräfte der Vampire teilte, hatte Schwierigkeiten damit. Ein Mensch würde diesen Wettlauf niemals gewinnen.
Immer noch lag die Lichtung im Schatten, die einzige Lichtquelle war Cassy selbst; ihr Körper leuchtete leicht, kaum genug um die Dunkelheit auch nur annährend zu vedrängen.
Cassy richtete den Blick auf den Vampir, gespannt was er nun tun würde. Er war der Jäger und seine Beute versuchte zu flüchten...
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Kieran Hunt

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 4:42 am

Beinahe hätte er gelacht als der scharfe Geruch der Angst des Mannes vor ihm die Lichtung erfüllte und er zuerst zögerlich einige Schritte zurück ging, sich dann jedoch umdrehte und panisch in den nahen Wald davonstolperte.
Die schwarzen Augen des Vampirs blieben einige Sekunden lang auf der verschwindenen Gestalt hängen, die für Kierans Verhältnisse viel zu langsam war, um ihm wirklich Spaß an der Jagd zu bieten, bevor er die Verfolgung aufnahm.
Selbst blind und mit einer weniger guten Nase hätte er keine Probleme gehabt, dem Menschen zu folgen, der schwer atmend und laut wie eine Horde Elefanten durch das Dickicht rannte, und dabei immer wieder panische Blicke über seine Schulter warf, was ihn nur noch weiter verlangsamte.
Nach weniger als hundert Metern hatte Kieran ihn eingeholt, nur Sekunden später überholt, und stand unmittelbar vor ihm, die Fangzähne noch immer drohend entblößt und ein spöttisches Lächeln auf dem Gesicht.
Sein Verstand zögerte kurz. Vielleicht war der Mann lebendig mehr wert als tot? Vielleicht wusste die Vampirin nicht, wieso sie gejagt wurde und er bot die Antworten? Kieran spielte für einen kurzen Augenblick damit, seine Beute zurück zur Lichtung zu schleifen, als er sah, wie der Mann die Richtung ändern und an ihm vorbei laufen wollten.
Wie dumm waren Menschen eigentlich?
Sich rein auf seine Instinkte verlassend, die ihn in den letzten hundert Jahren kaum betrogen hatten, streckte er die Hand aus und bekam gerade noch den Nacken des Mannes zu fassen.
Ein erschrockener Aufschrei, der in Kierans Ohren so schrill wie das Kreischen eines kleinen Mädchens klang, war zu hören, gefolgt von dem dumpfen Geräusch, als er den Mann mit aller Kraft an einen nahen Baum schleuderte, wo dieser regungslos, aber noch schwach atmend, zu Boden fiel.
Es fiel Kieran nun nicht schwer, zu entscheiden, wie er weiter vorging und keine fünf Minuten später sickerte das letzte bisschen des Blutes des Mannes in den Waldboden, während der Vampir, der über ihn gebeut stand, sich genüsslich die Lippen leckte.

Die Augen noch immer schwarz kehrte er danach auf die Lichtung zurück, die sich langsam wieder mit Licht gefüllt hatte, als er dem Vampirjäger in den Wald gefolgt war, und blieb zwischen den Bäumen stehen, seine Haltung zwar aufmerksam, aber relativ entspannt und sein Blick auf die Vampirin gerichtet, die noch immer gefangen auf der Lichtung saß und von dem, nun wieder gellen Sonnenlicht, kein bisschen beeinträchtigt zu sein schien.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 7:05 am

Die Entscheidung war schnell gefallen und Cassy sah zu, wie der Vampir dem Mann nachschlenderte. Anders konnte man es nicht bezeichnen, denn im Vergleich zu dem Vampir war der Mensch einfach zu langsam.
Die beiden verschwanden im Wald, langsam begann sich auch die Dunkelheit zu verflüchtigen.
Ob das wohl mit dem Vampir zusammenhing? Die Schatten waren augescheinlich mit ihm gekommen und ebenso schnell wieder verschwunden...
Aus dem Wald ertönte eiin schriller Schrei, gefolgt von einem dumpfen Geräusch.
Cassy vermutete sehr stark, dass der Körper des Menschen einen Baum getroffen hatte...
Kurz flackerte Mitleid in ihr auf, doch sie verdrängte es schnell wieder.
Nein. Kein Mitleid mit deinen Jägern, befahl sie sich. Sie hatten auch keines mit dir.
Der Vampir war noch nicht wieder zurück und da sie sich nicht sicher war, ob er überhaupt zurückkehren würde, begann sie damit ihr Gefängnis zu untersuchen. Jetzt, ohne die Panik und Furcht, war es ihr endlich möglich klar zu denken und sich alles genau anzusehen.
Das Netz war aus einer merkwürdigen Metalllegierung, die sie nicht zuordnen konnte.
Es wurde an den Ecken von schweren Kugeln beschwert, die wohl verhindern sollten, dass der oder die Gefangene das Netz einfach abwarfen.
Sie versuchte eine der Kugeln zu erreichen, um sie anzuheben, doch sobald sie sich bewegte, schnitt das Netz in ihre Haut. Versuche das Netz einfach zu packen hochzuziehen resultierten in tiefen Schnitten in ihrer Handfläche.
Frustriert schlug sie auf den Boden- und betrachtete ihn dann nachdenklcih.
Graben?
Nein, auch keine Option. Sie müsste viel zu tief graben um zu verhindern, dass das Netz einfach mitkam.
In ihrer Frustration bemerkte sie nicht wie sie immer heller zu leuchten begann- ihre Fähigkeit stand mal wieder kurz vorm Ausbruch.
Die Rückkehr des anderen Vampirs hatte sie nicht bemerkt, zu beschäftigt war sie mit den Ausbruchsversuchen.
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Kieran Hunt

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 7:15 am

Noch immer beobachtete er sie eindringlich, während die, ihm unbekannte Vampirin, das Netz, das sie umgab untersuchte und je länger er wartete, desto heller schien es auf der Lichtung zu werden.
Nein, verbesserte er sich mental und er presste den Kiefer fest zusammen. Nicht die Lichtung wurde heller, sondern sie. Kieran kniff die Augen zusammen und beobachtete sie noch kurz, bevor er leise fauchte und den Schatten des Waldes einige Schritte verließ.
Das Licht, das von ihr ausging war beinahe schmerzhaft hell und das, obwohl er sich sicher gewesen war, dass sein Gegenüber ein Vampir war.
"Was bist du?", fauchte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, die schwarzen Augen ruhten weiterhin auf ihr, während er mit bedächtigen Schritten und in einiger Entfernung, die Gefangene samt ihres Gefängnisses umrundete und von allen Seiten besah. Dabei nutzte er die Fähigkeit der Dunkelheit um das grellste Licht von sich fernzuhalten, indem er sich mit einer Art Schutzschild aus Dunkelheit umgab, was auf Betrachter zugegeben sehr seltsam aussehen musste. Als würde er in einer schwarzen Wolke aus Schatten stehen, die verhinderten, dass zu viel Licht bis zu ihm durchdrang.
Es war nützlich, aber ermüdete ihn auf lange Sicht zu sehr, als das er jeden Tag unbedenklich an der Sonne verbringen konnte und wenn er ehrlich wahr hatte er auch kein Verlangen danach.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 8:15 am

Cassy fuhr zusammen, als der Vampir sie umrundete, sie fauchend fragte, was sie sei. Seine schwarzen Augen wirkten beunruhigend kalt, unbewusst wicht sie ein wenig zurück, wann immer er in ihr Blickfeld geriet.
Erstaunt steltle sie fest, dass um ihn herum Schatten wogten, es war als stünde er in einer schwarzen Wolke. War das seine Fähigkeit? Hatte sie Recht gehabt mit ihrer Vermutung, die Dunkelheit auf der Lichtung wäre mit ihm verbunden?
"Ich...bin ein Vampir", antwortete sie wiederstrebend. Es missfiel ihr das auszusprechen, da sie sich nie wirklich als Teil der Vampirrasse gesehen hatte. Jedenfalls nicht als freiwilliger Teil.
Und so dankbar sie dem Vampir vor ihr war, er hatte eben einfach zwei Menschen getötet. Innerhalb weniger Minuten...
Cassy schauderte. Das war etwas, das sie nie tun könnte. Nicht, weil ihre körperlichen Fähigkeiten es nicht zuließen, nein, aber ihr Gewissen hielt sie davon ab. Sie hatte sich in den all den Jahren ihre Menschlichkeit mit Mühe und Not bewahrt. Vielleicht war das auch ihr Fehler. Vielleicht machte sie das so schwach und verletzlich. Doch sie konnte sich nicht vorstellen anders zu sein. Wie Matthew zu sein....
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 8:27 am

Er bemerkte wie nervös, beinahe verängstigt sie ihn beobachtete während er um sie herumschlich. Kein Vampirtypisches Verhalten. Und sie leuchtete. Auch wenn sie roch wie ein Vampir, warum verhielt sie sich dann so?
"Du hast dich von zwei Menschen fangen lassen. Sitzt jetzt hier wie ein verängstigtes Schulkind...", er legte einen verächtlichen Unterton in seine Stimme und blieb direkt vor ihr stehen, so nah wie das Licht, dass von ihr ausging, es zuließ.
"... und du leuchtest!", knurrte er.
Dass sie sich hatte gefangen nehmen lassen, darüber konnte er hinwegsehen. Viele junge Vampire wussten nicht, wie sie sich zur Wehr setzen konnten und waren relativ hilflos, besonders, da beide Männer offenbar gewusst hatten, auf was sie Jagd machten. Auch, dass sie sich offenbar am liebsten in eine Ecke gedrückt und unsichtbar gemacht hätte, war bei Vampiren nicht direkt untypisch. Es gab tatsächlich einige, die sich am liebsten unterordneten und kein Interesse an Machtspielchen hatte, sondern nur in Frieden leben wollten.
Was ihn wirklich störte und, wenn er ehrlich war, auch leicht verunsicherte, war, dass vor ihm ein verdammtes Glühwürmchen saß.
"Du bist kein Vampir", schloss er seine Ausführung und, seine Schatten verdichtend, lehnte sich zu ihr hinab bis sein Gesicht etwa auf ihrer Höhe war, allerdings noch ein wenig höher und auf der anderen Seite des Netzes.
"Was. bist. du.?"
Er zischte, betonte jedes Wort einzeln, konnte nicht glauben, dass sie tatsächlich ein Vampir sein konnte.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 8:46 am

Cassy hörte ihm zu, während er auf sie einredete, hörte den verächtlichen Tonfall in seiner Stimme.
'...wie ein verängstigtes Schulkind' '...kein Vampir...' ..leuchtest'
Als er sich schließlich vorlehnte, sein Gesicht nur durch das Netz von ihrem getrennt, die schwarzen Schatten in ihren Kreis aus Licht wabernd, und sie anzischte- da verlor sie die Beherrschung.
Sie hatte wirklich genug! Der Schmerz des Verlusts, die ständige Angst, die Verfolgung, das Versteckspiel, die Kämpfe, das knappe Entkommen- und nun saß sie hier, gefangen unter einem Netz, dass sich bei jeder Bewegung in ihre Haut bohrte, vor ihr ein Vampir, der ihr nicht geheuer war...und er glaubte er nicht, beleidigte sie auch noch.
Ihr reichte es.
Ihre Augen wurden ebenso schwarz wie die seinen, fauchend zeigte sie ihm die Fangzähne. "Ich würde ja zu gerne sagen, dass ich kein Vampir bin, aber leider bin ich genau das: Ein. gottverdammter. Vampir.
Meinst du, du wärst der Einzige mit einer Fähigkeit? Du hast die Dunkelheit, ich habe das Licht. Ist das so schwer zu verstehen?" Wütend blitzte sie ihn an. " Oh und Verzeihung, dass ich hier 'wie ein verängstigtes Schulkind' sitze, die Aussicht auf lebenslange Gefangenschaft ist doch so eine schöne! Erholt man sich in Sekunden von. Weißt du überhaupt worum es hier geht? Nein? Hab ich mir gedacht." Sie wandte sich ab. "Wenn du mir nur immer wieder dieselbe Frage stellen willst: Verschwinde."
Damit schloss sie diesen, für sie sehr untypischen, Wortschwall ab und betrachtete erneut ihr Gefängnis.
Also doch graben.
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 9:03 am

Fast wäre er zurückgeschreckt, als sich ihre Augen plötzlich schwarz färbten und er die Fangzähne sehen konnte.
Also doch ein Vampir? Nur sein jahrzehntelanger Umgang mit überraschenden Situationen erlaubte ihm, ruhig zu bleiben und während sie ihre Schimpftirade zum besten gab richtete er sich vorsichtig weiter auf und als sie geendet hatte, grinste er auffordernd, die spitzen Eckzähne noch immer deutlich zu sehen.
Sie schien eindeutig Probleme damit zu haben, was sie war, das wurde ihm jetzt klar. Er rümpfte verächtlich die Nase und entfernte sich einige Schritte, wo er an einen Baum lehnte, der halb im Schatten lag. Sein Blick blieb dennoch auf ihr.
"Ich denke, ich bleibe", feixte er und fixierte sie auffordernd, gespannt, was sie tun würde und wie sie aus ihrem Gefängnis zu entkommen gedachte.
"Um Nichts in der Welt möchte ich verpassen, wie sich ein Glühwürmchen aus einer Vampirfalle befreit. Was willst du machen? So hell leuchten, dass das Netz geblendet ist, nicht mehr sieht wo du bist und du entkommen kannst?"
Er lehnte den Kopf an den Baumstamm hinter sich und v erschränkte die Arme vor der Brust.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 9:32 am

Cassy schoss ihm tödliche Blicke zu, als er sich so über sie lustig machte. "Haha", erwiderte sie trocken. "Siehst du wie sehr ich lache?" Sie versuchte ihn zu ignorieren, doch war sie sich nur allzu bewusst, dass sein Blick auf ihr ruhte und jede ihrer Bewegungen verfolgte.
"Was schlägst du denn vor, Fürst der Finsternis?", fragte sie, während sie sich nach einer Möglichkeit zu entkommen umsah. "Alles in Schatten versinken lassen? Nicht gerade besser."
Sie streckte sich erneut vor, die Zähne zusammenbeißend, als das Netz in ihre Haut schnitt, und griff nach einer der Kugeln. Unglücklicherweise war sie nie ein Vampir der starken Sorte gewesen...
Sie konnte die Kugel anheben, doch ab einer gewissen Höhe wurde es schwierig, da das Netz sich um sie herum enger spannte, desto höher sie die Kugel anhob. Doch wenn sie sie niedriger hielt, kam sie nicht unten hindurch ohne die Kugel fallen zu lassen.
Einen Blick auf die Erde werfend- trocken und hart, bestimmt nicht leicht zum Graben- beschloss sie es zu riskieren. Sie hob die Kugel weiter an, ignorierte den metallischen Geruch nach Blut und drehte sich vorsichtig auf den Rücken. Halb liegend, halb sitzend schob sie sich langsam unter dem Netz hervor. Ihr Arm, der die Kugel hielt, begann von der Anstrengung zu zittern, doch sie konnte jetzt nicht aufgeben. Wenn sie die Kugel losließ fiel das Netz wieder herunter- und sie wollte nicht wissen was das Metallgitter bei einem solch harschen Aufprall mit ihrer Haut anstellte...
Langsam richtete sie sich auf die Knie auf, zog die Füße vorsichtig nach und- war draußen.
Erleichtert ließ sie die Kugel sinken und rieb sich die schmerzenden Handgelenke. Nun hatte sie auch Zeit ihren Körper zu betrachten. Überall waren Schnittwunden, teils schon wieder verheilt, teils noch tief und blutend.
Auch ihre Kleidung hatte darunter gelitten, doch zum Glück war sie noch recht anständig angezogen.
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Kieran Hunt

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 9:38 am

Mit einem trockenen Grinsen auf den Lippen beobachtete er ihre Anstrengung, das Netz anzuheben und sich darunter durch zu schieben, die schließlich sogar von Erfolg gekrönt war. Er bemerkte, welche Anstrengung das für sie gewesen war und nahm eine weniger geringschätzige Haltung an, musterte sie jedoch immernoch. Sein Blick fiel auf den toten Jäger, der immer noch unweit entfernt lag, den Kopf in einem ungesund aussehenden Winkel verdreht.
"Was wollten die beiden?", fragte er direkt und nickte mit dem Kopf leicht in Richtung des Toten, auch wenn er nicht glaubte, dass sie Zweifel daran hatte, wen er meinte. Immerhin hatte er ihr quasi das Leben gerettet, da war es wohl sein gutes Recht zu erfahren, was geschehen war. Überlicherweise jagten Vampirjäger gefährliche Vampire, solche, deren Tod ihnen entweder Ruhm einbrachte, oder die eine Gefahr für unschuldige Menschen darstellte.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Mi Apr 18, 2012 10:20 am

Cassy drehte sich ein wenig widerwillig dem anderen Vampir zu, um seine Frage zu beantworten. Sie sah zu dem Jäger, wandte den Blick aber rasch wieder ab. Das unnatürlich verdrehte Genick und die aufgerissenen Augen des Mannes verursachten ihr eine Gänsehaut. Auf die unangehme Art und Weise.
Sie musterte den Vampir einen Moment lang, dachte darüber nach, was und ob sie antworten sollte. Schließlich kam sie zu dem Entschluss, dass er sie doch irgendwie gerettet hatte und sie ihm wohl eine Antwort schuldig war.
"Mich zu ihrem Auftragsgeber bringen", antworte sie ihm knapp. "Nicht töten...aber wären sie erfolgreich gewesen, wäre das schlimmer als der Tod gewesen."
Sie stand auf und klopfte sich den Dreck von der Kleidung, ab und an leicht zusammenzuckend, wenn sie eine Wunde streifte.
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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   Do Apr 19, 2012 6:10 am

Zu ihrem Auftraggeber?
Kieran zog fragend eine Augenbraue nach oben, blieb jedoch stumm. Sie schuldete ihm noch immer Antworten und er hatte momentan nicht wirklich Lust darauf, jedes kleinste Detail einzeln zu erfragen.
Ihr wiederwille war ihm nicht entgangen, aber er kam kaum überraschend, schließlich wirkte ihr ganzer Charakter so, als wäre sie lieber irgendwo anders und vor allem irgendetwas anderes.
Er versuchte, den Geruch der Jäger, der noch immer schwach auf der Lichtung wahrnehmbar war, jemandem zuzuordnen, den er kannte, doch es gelang ihm nicht. Wer immer also dieser Auftraggeber war, er schien es nicht gezielt auf Vampire abgesehen zu haben, sonst hätte Kieran mit Sicherheit schon von ihm gehört und könnte seinen Geruch zuordnen - zumindest grob.
Die Neugier verbergend ruhte sein Blick noch immer auf der Vampirin, die ihm gegenüber stand.
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Cassiopeia Sanguine

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BeitragThema: Re: Die große Lichtung   So Apr 22, 2012 10:25 am

Cassy sah die hochgezogene Augenbraue und die Neugier in Kierans Blick, doch sie hatte wirklich keine Lust das genauer auszuführen. Es war unhöflich und vermutlich auch ziemlich undankbar, aber gerade hatte sie genug von Höflichkeiten und Manieren. Das hatte sie bisher auch nicht weitergebracht.
Eine unangenehme Stille breitete sich zwischen ihnen aus. Cassy hielt es nur kurz aus, bevor sie sich räusperte und hastig sprach. "Also...vielen Dank...dafür", sie zeigte in Richtung Jäger. Es kam ihr falsch vor für den Tod zweier Menschen zu danken, aber einfach stillschweigend ohne ein Wort des Dankes zu verschwinden wäre noch schlimmer gewesen.
"Ich mache mich dann auf den Weg, bevor noch mehr von denen auftauchen." Sie war sich nämlich nicht sicher, ob da nicht noch eine Nachhut wartete. "Leb wohl", mit diesen Worten wandte sie sich um und wollte in Richtung Süden verschwinden.
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